Der psychosoziale Dienst

Der psychosoziale Dienst der ala funktioniert seit 1993 und bietet dementiell erkrankten Personen sowie deren Angehörigen Beratung, Unterstützung und Information. Die Mitarbeiter des Koordinationsdienstes informieren die Betroffenen und deren Angehörige über die verschiedenen bestehenden Hilfsmaßnahmen und Dienstleistungen, welche die Pflege einer an Demenz erkrankten Person zu Hause erleichtern. Sie helfen gegebenenfalls auch den Familien, Anträge zu stellen und beraten sie hinsichtlich verschiedener Instanzen. Im Rahmen der Pflegeversicherung organisieren und koordinieren die Mitarbeiter des Koordinationsdienstes alle benötigten Dienste.
Die Psychologin bietet Betroffenen und deren Angehörigen psychologische Hilfe bei Emotionsbewältigung, Stressbewältigung, Entscheidungsfindung, Problemlösung, Gesundheitsförderung, Umgang mit Konflikten u.v.m.

Die Beratung und Unterstützung pflegender Angehöriger stellt einen zentralen Bestandteil in der Versorgung von dementiell erkrankten Menschen dar, da sie den größten Teil der Versorgung zu Hause übernehmen und das Wohlbefinden der Dementen ganz wesentlich von ihrer Beziehung zu den Angehörigen abhängt. Zwischen dem Verhalten der an Demenz erkrankten Person und dem der Angehörigen bestehen enge Zusammenhänge.

So kann eine durch kognitive Defizite der Person bedingte Unfähigkeit, Alltagsanforderungen zu bewältigen, von den Angehörigen als fehlender Wille oder als Provokation interpretiert werden, worauf sie dann mit Ärger oder Ablehnung reagieren.

Bei den Dementen kann dies Angst und Unsicherheit hervorrufen und etwaige Verhaltensdefizite weiterhin verstärken. Somit entsteht ein Teufelskreis, der bei einem angemessenen Umgang mit der verwirrten Person vermieden werden könnte.
Um diesen Teufelskreis zu vermeiden, integrieren wir bei der ala in die Angehörigenarbeit sowohl die Vermittlung von äusserer Entlastung, Informationen und Ratschlägen, als auch die emotionale Unterstützung und psychologische Beratung