Die Alzheimer-Krankheit
Diese Krankheit ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt, der zwischen 1906 und 1907 als erster diese Krankheitssymptome beschrieben hat.
Alois Alzheimer wurde 1864 als Sohn eines Notars in dem kleinen unterfränkischen Ort Marktbreit am Main (nahe Würzburg) geboren. Er studierte Medizin in Berlin, Würzburg und Tübingen. Von 1888 bis 1902 war er an der Städtischen Irrenanstalt in Frankfurt am Main tätig und wechselte danach an die Universitätnervenklinik München. Hier arbeitete er mit dem bedeutenden Nervenarzt und Psychiater Emil Kraepelin zusammen. 1912 wurde er als Ordinarus nach Breslau berufen wo er bereits 1915 im Alter von 51 Jahren verstarb.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine chronische, progrediente neurodegenerative Gehirnerkrankung, anders gesagt: ein sehr langsamer aber ständig fortschreitender Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten im Gehirn, welche sich in einer Hirnleistungsschwäche äußert.
Die Alzheimer-Krankheit ist die weitaus häufigste Form der Demenz. Unter Demenz versteht man ganz allgemein den Rückgang oder gar Verlust der intellektuellen Fähigkeiten, also einen Abbau vorher erworbener geistiger Fähigkeiten. Demenz ist keine Krankheit an sich, sondern ein Sammelbegriff für eine Reihe von charakteristischen Symptomen (beobachtbare Krankheitszeichen):
- Beeinträchtigungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses,
- Beeinträchtigungen des abstrakten Denkens,
- Beeinträchtigunen des Urteilsvermögens,
- Beeinträchigungen der Orientierung zum Ort, zur Zeit und zur Person,
- Beeinträchigungender Sprache (Aphasie), der Bewegungssteuerung undHandlungsfähigkeit, (Apraxie), des Erkennens (Agnosie), welche eine eindeutige Beein-trächtigung der alltäglichen Aktivitäten bewirken
- sowie Beeinträchtigungen der Persönlichkeit(Verschlechterung der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens, des Antriebes).
Das Vorliegen der einzelnen Symptome ist individuell unterschiedlich. Um eine Demenz zu diagnostizieren, muss jedoch die Gedächtnisstörung vorliegen und zusätzlich mindestens eines der anderen Symptome.

