Seminar ala
30 Jahre Erfahrung
Präsentation des ala-Konzeptes und praktische Workshops
Datum: 25. Oktober 2017
Uhrzeit: 09.00 -16.00 Uhr
Ort: Mutterhaus der Franziskanerinnen ∙ 50, Avenue Gaston Diderich ∙ L-1420 Luxemburg
Sprache: luxemburgisch, theoretischer und praktischer Teil
Referenten:
- Lydie Diederich, Mitglied des Direktoriums der ala
- Denis Mancini, Mitglied des Direktoriums der ala
- Alain Tapp, Verantwortlicher Ausbildungen
- Marisa Peixoto, Koordinatorin Betreuung
- Kristina Hoffmann, Ergotherapeutin
Die ala blickt auf 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Demenz zurück. Seit unserer Gründung 1987 ist die Grundlage aller unserer Handlungen die Achtung der Würde und Einzigartigkeit des menschlichen Lebens. Unser Hauptanliegen ist es, die bestmögliche Lebensqualität und das maximale individuelle Wohlbefinden für Betroffene und deren Angehörige zu erreichen.
Dieses Anliegen setzen wir mittels unseres konkreten Begleitungskonzeptes in unseren Tagesstätten, in unserem Wohn- und Pflegeheim „Beim Goldknapp” und in unseren begleitenden und beratenden Diensten um.
Unser Konzept ist:
• demenzspezifisch
• kontinuierlich
• ganzheitlich
• individuell
• ressourcenfördernd
• integrativ
Im Zuge dieses Seminars werden das ala-Konzept und drei spezifische therapeutische Methoden unserer ganzheitlichen Betreuung präsentiert: die Integrative Validation nach Richard®, die Rhythmik Jaques-Dalcroze und die Kunsttherapie. Hier stellen wir Ihnen die drei Methoden kurz vor. >>
Die Integrative Validation (IVA) nach Richard®
Nicole Richard, Psychogerontologin, hat die Methode der Integrativen Validation seit 1993 auf der Grundlage der Validation nach Feil unter Einbindung von Praktikern weiterentwickelt. Die Integrative Validation ist eine Methode für den Umgang und die Kommunikation mit Menschen mit Demenz, die ressourcenorientiert arbeitet. Sie konzentriert und orientiert sich an der Erfahrungswelt und den Ressourcen dieser Menschen, das heißt an ihren Gefühlen und Antrieben. Die IVA bestätigt und benennt diese Gefühle und Antriebe, erklärt sie für gültig und richtungsweisend. Menschen mit Demenz fühlen sich dadurch verstanden und ernst genommen. Was zählt im Umgang mit Personen mit Demenz ist deren Innenwelt. Diese muss angesprochen und die darin enthaltenen Ressourcen müssen wertgeschätzt werden.
Die Rhythmik Jaques-Dalcroze
Die Rhythmik Jaques-Dalcroze ist eine, von Emile Jaques-Dalcroze zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Genf entwickelte, Musikintervention. Hier handelt es sich um körperliche Übungen, die im Rhythmus zu improvisiert gespielter Musik ausgeführt werden. Diese Rhythmik sensibilisiert den Menschen in seiner Ganzheit, entwickelt seine Wahrnehmungen und fördert seine geistige und körperliche Mobilität. Das Zusammenspiel von Takt, Klang und Körper schult den Gleichgewichtssinn und verbessert die Bewegungskompetenz. Studien zeigen, dass die Jaques-Dalcroze-Rhythmik die Gedächtnisleistung, die verbale Kommunikation und die räumliche Orientierung bei Demenzbetroffenen verbessert.
Die Kunsttherapie
Die Kunsttherapie erlaubt es die kreativen Möglichkeiten von Menschen mit Demenz zu nutzen, um ihnen zu helfen ihre Gefühle auszudrücken. Hierzu braucht es weder Talent noch eine Kunstausbildung. Der Schaffensprozess steht im Mittelpunkt und damit die Begegnung des Menschen mit sich selbst und mit anderen. Im Malen und Gestalten entstehen neue Äußerungsmöglichkeiten. Die Kunsttherapie erreicht Menschen mit Demenz auf der emotionalen Ebene. Sie hat viele Mittel, Menschen mit Demenz zu beruhigen, zu motivieren und Ressourcen zu entdecken. Hiermit wird das Selbstvertrauen dieser Personen gestärkt und verhindert, dass Menschen in die Phase des „Vegetierens” kommen. Durch ihre Werke fühlen sich die Betroffenen nützlich und wertvoll. Sie können sich mit ihren Mitteln ausdrücken und bis zuletzt schöpferisch tätig sein.
Die Teilnahme kostet 75,00 €. Bitte melden Sie sich hier an

fr
de
30 Jahre ala